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Per Crowdfounding in die NASCAR? Ein Deutscher macht den Anfang

NASCAR Team Germany

Die Zeiten eines Klaus Graf und damit die letzten Starts eines Deutschen in der NASCAR sind lange her. Aus diesem Grund hat sich Stefan Oberndorfer, Unternehmer aus München, in den Kopf gesetzt, jetzt endlich (wieder)  ein deutsches NASCAR Team an den Start zu bringen. 50.000 € muss Oberndorfer für eine erste Saison in der NASCAR Whelen Euro Series an den Start bringen. Das Besondere dabei: Er will das deutsche Team für die Fans und mit deren Unterstützung auf die Beine stellen und setzt dabei auf Crowdfounding.  

Der Weg in die landesweiten NASCAR Ligen nach Amerika führt entweder über die Regionalligen wie die K&N Pro Series oder die Canadian Tire Series, oder über das “Nadelöhr” NASCAR Whelen Euro Series, die europäische NASCAR Division des Stock-Car Rennverbandes. Der Belgier Anthony Kumpen steht hierbei aktuell als bestes Beispiel für den Weg eines Europäers an die Rennstrecken nach Amerika. Er gewann in der Saison 2014 im letzten Lauf die Saison der NASCAR Whelen Euro Series, wurde in die USA eingeladen und startete zuletzt in der Xfinity Series in Daytona für den Rennstall von Precision Performance Motorsports beim PowerShares QQQ 300 – und in Belgien ist NASCAR plötzlich ein wöchentliches Thema in den Sportrubriken der Tageszeitungen.

NASCAR Team Germany

Rennfahrer Stefan Oberndorfer aus München ist seit 25 Jahren im Motorsport-Geschäft. Er besitzt die Rennfahrschule SPEED&FUN, die unter anderem NASCAR Taxifahrten anbietet und kennt sich mit dem Fahren von NASCARs bestens aus. Nach einer ersten Saison mit ersten Siegen im Late Model V8 Supercup, der in den Niederlanden gefahren wird, will Oberndorfer nun 2016 auch in der NASCAR Whelen Euro Series starten. Er hat zum Jahreswechsel das NASCAR TEAM GERMANY gegründet und will die deutschen NASCAR Fans bei seinem Unternehmen mit einbinden. Ein Fahrzeug für Oberdorfer wäre vorhanden, ebenso eine Box am Raceway Venray, jetzt müssen die laufenden Kosten für die Saison berappt werden.

Per Crowdfounding sammelt Oberndorfer derzeit für das erste deutsche NASCAR Team Gelder ein, 25.000 € werden für den Saisonstart zunächst benötigt, eine volle Saison kostet ungefähr 50.000 €. Im Vergleich zu anderen Motorsportarten wie beispielsweise den GT Masters oder dem Porsche Carrera Cup vergleichsweise Portokassen-Beträge. Dennoch kann Oberdorfer die erste Saison nicht allein aus eigener Tasche finanzieren und hofft daher jetzt auf die Unterstützung der deutschsprachigen NASCAR Fans. Als Gegenleistung will Oberdorfer die Fans mit Team-Tickets an die Strecken und in seine Box holen, bietet Team-Shirts, Urkunden und, für größere Spenden, auch Taxifahrten an.

Erste Spenden sind bereits eingetroffen und Oberdorfer ist guter Dinge, dass die Aktion auch potenzielle Sponsoren anlocken könnte. 12 Einsätze an 6 verschiedenen Rennstrecken, unter anderem auf dem holländischen Oval in Venray will das Team fahren. Bis Ende März stellen sich die Weichen, ob die Saison irgendwie finanziert werden kann.

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