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Klaffi & Leberkern unterwegs auf der Isle of Man

MOTORVISION TV Programm ISle of Man Reportage mit Lenz Leberkern und Klas Klaffenböck

Faszination Straßenrennen | Die MOTORVISION TV Reportage von der Isle of Man zur Tourist Trophy 2015

Der eine kennt alle Kurven des Snaefell Mountain Kurs beim Vornamen. Der andere rang der Irrsinnsstrecke auf der Isle of Man bei der Tourist Trophy drei Siegtrophäen im Seitenwagen-Rennen ab: Lenz Leberkern und Klaus Klaffenböck, unterwegs für MOTORVISION TV über die Isle of Man auf der Suche nach der „Faszination Straßenrennen“. Die große Reportage zum Auftakt der Tourist Trophy 2015 am Freitag, 05. Juni ab 22:35 Uhr.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Wenn gleich zwei „gaskranke“ Speedfreaks, beide noch dazu passionierte Biker, zusammen auf der Isle of Man unterwegs sind, dann können sich die Fernsehzuschauer von MOTORVISION TV schon mal auf eine ganz besondere Reportage freuen.

Pünktlich zum Auftakt der diesjährigen Isle of Man Tourist Trophy berichten Rennfahrer und Rennstallbesitzer Klaus „Klaffi“ Klaffenböck und Superbike-Experte und NASCAR Kommentator Lenz Leberkern von der Insel in der Irischen See auf der Suche nach der Faszination Straßenrennen. MOTORVISION TV schickt die beiden leidenschaftlichen Biker am Freitag, den 05. Juni ab 22:35 Uhr auf Tour im Austin Mini über die Isle of Man.

Lenz Leberkern und Klaus Klaffenböck unterwegs auf der Isle of Man

Leberkern und Klaffenböck unterwegs auf der Isle of Man

Lenz und Klaus fahren für alle Motorradfreunde, die die Isle of Man noch nie besucht haben, den legendären Mountain Course ab und sehen sich die berühmtesten Kurven, Ecken und Geraden der Snaefell-Strecke einmal aus nächster Nähe an. Auf dem Weg von Douglas über die Isle of Man sprechen Leberkern und Klaffenböck mit Zuschauern, den Streckenanwohnern und treffen den Chef der Isle of Man Tourist Trophy Marshalls im legendären Restaurant von Creg-ny-Baa.

MOTORVISION TV Reportage zur Isle of Man TT 2015

Das berühmte Creg-ny-Baa am Ende der Geraden von Kates Cottage aus gesehen

Dave Molyneux, 17-facher Gespann-Sieger der Isle of Man TT im Sidecarracing bittet die beiden in seine Werkstatt und zeigt MOTORVISION TV seine Sammlerstücke und private Erinnerungsfotos der Tourist Trophy. In der Schweiz treffen wir TT Superstock Fahrer Horst Saiger (beste Genesungs- wünsche weiterhin, Horst!), der wegen eines Ellenbogenbruchs für die Isle of Man TT 2015 leider ausfällt und pausieren muss.

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Klaus Klaffenböck und Lenz Leberkern in der Werksatt von Dave Molyneux (von links)

Aus dem Motorsportarchiv der Isle of Man zeigt MOTORVISION TV in dieser Reportage auch historisches Filmmaterial der Tourist Trophy im Laufe der letzten hundert Jahre und ehrt die unerschrockenen Rennfahrer, die auf einer der gefährlichsten Straßenrennstrecken der Welt für Motorräder ihr Leben ließen. Doch wie kam die Insel Man eigentlich zu den Tourist Trophy Rennen und woher stammt überhaupt der Name?

Die Isle of Man und die Tourist Trophy: ein kleiner Crashkurs

Die Isle of Man ist für ungefähr 350 Tage im Jahr ein eher verschlafener Flecken Erde, der sich durch eine glückliche Fügung vor ungefähr 10.000 Jahren durch den Anstieg des Wasserpegels vom europäischen Festland abgetrennt hat. Die normale Bevölkerungszahl liegt bei ca. 82.000 Menschen, ungefähr ein Viertel davon leben in der Hauptstadt Douglas. Wenn aus der ganzen Welt Speedjunkies mit ihren Motorrädern und die Zuschauer der Tourist Trophy auf die Insel übersetzen, dann steigt diese Zahl  jedoch kurzfristig auf ca. 200.000 Personen an.

Schon früh ließen sich Gälische Fischer und Siedler an der Küste der Insel Man nieder. Ab und zu kamen ein paar Nordmänner für eine kleine Plündertour vorbei, gegen die musste man sich dann eben zur Wehr setzen. Sonst war das Leben dort aber eher ruhig und beschaulich. Durch keltischen, schottischen und irischen Einfluss entstand auf der Insel die einzigartige Manx-Gälische Sprache (welche aktuell nur noch einige hundert Personen auf der Isle of Man wirklich fließend beherrschen) und die „Ureinwohner“ von Man werden als Völkchen bis heute noch als Manx bzw. Manx-People bezeichnet. Die berühmtesten, nicht-motorradfahrenden Ureinwohner der Isle of Man dürften die Gebrüder Robin, Barry und Maurice Gibb sein, besser bekannt als die BeeGees.

Der gut durchmischte Krieger-Genpool der Marken Kelte, Schotte, Ire, Wikinger und weiß-Gott-noch-was, legte auf der Isle of Man auf jeden Fall den Grundstein für eine ganz besondere Sorte furchtloser und völlig unerschrockener Motorradfahrer. Die duellieren sich seit dem 28. Mai 1907 auf der Insel Man nun nicht mehr mit Äxten oder Schwertern, sondern liefern sich auf zweirädrigen Feuerstühlen Zeitduelle bis aufs Messer. Schuld daran war ursprünglich die Britische Regierung. Weil die 1903 die Geschwindigkeit motorisierter Fahrzeuge landesweit auf 20 Meilen pro Stunde limitierte (und zwar auch im Rennbetrieb; die spinnen, die Briten!) wich der Englische Motorsportverband kurzerhand auf die Insel Man aus, sperrte dort mit dem Segen der Isle of Man Offiziellen ein schönes Streckenstück öffentlicher Straßen ab und lies es dann ordentlich krachen in den Ein- und Zweizylinder-Töpfen der Marken Triumph, Vindec, Marshall und Rex.

Heritage Museum der Isle of Man

Im Manx Museum auf der Isle of Man

Diese ersten Motorrad-Straßenrennen auf der Isle of Man waren, damals noch auf dem wesentlich kürzeren St. John’s Short Course, ein voller Erfolg und der Rest ist Legende. Bald zog es Fahrer aus ganz Europa für die Rennen auf die Insel. Und weil das Motorsportspektakel zunächst nur mit Touren- bzw. Touring-Maschinen aus dem normal käuflichen Handel (ähnlich wie in den Anfängen der NASCAR Stock-Car Rennen) ausgetragen wurde, entstand der Name Tourist Trophy.

Heute werden von den besten Fahrern der Welt auf der Isle of Man bei der Umrundung des Mountain Course Durchschnittsgeschwindigkeiten von 190 km/h erreicht – auf öffentlichen Straßen! Auf handelsüblichen Rundstrecken kommen die schnellsten Superbike Piloten hingegen “nur” auf ca. 160 km/h Durchschnitt. Manche Kurven auf der Insel sind für das Irrsinnstempo eigentlich schon zu schmal, so dass die Fahrer in Schräglage mit Knien und Helm nur Zentimeter entfernt von Haus- und Gartenmauern mit 250 Stundenkilometern um den Kurs brennen. Ein lebensgefährlicher Ritt über eine Distanz von 60,75 km, der viele süchtig macht und (trotz Stürzen) immer wieder teilnehmen lässt. Frei nach dem Motto: pain is temporary, glory is forever.

Die große MOTORVISION TV Reportage „Faszination Straßenrennen“ zum Auftakt der Isle of Man Tourist Trophy 2015 am Freitag, den 05. Juni ab 22:35 Uhr. Nicht verpassen!

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