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Der Supercar Exot: Tushek TS 600 im Fahrbericht

Tushek TS 600 Fahrbericht MOTORVISION.TV

Der Tushek TS 600 ist das Einhorn unter den Supercars MOTORVISION TV auf Tuchfühlung mit einem Fabelwesen

Die Redaktion von SUPER CARS war mal wieder unterwegs in Sachen “Limited Editions”. Je seltener, exotischer und je geringer die Stückzahl, umso besser, lautete die Devise. In der Nähe von Graz wurde man fündig. Dort ist jetzt ein slowenischer Supersportler daheim.

17 Sekunden und ein paar Hundertstel dauert es bei Vollgas nach dem Anfahren im Tushek TS 600, bis die Tachonadel auf die 300 Kilometer-Marke klettert. Bis zur möglichen Höchstgeschwindigkeit von knapp über 350 km/h erzeugt der Druck aufs rechte Pedal immer noch Beschleunigung. Tief liegt er auf der Straße; bretthart meistert das Supercar aus der Steiermark die Kurven, radikal ist sein Design. Und das Beste: Der feuchte Männertraum aus Titan, Carbon und Aluminium hat tatsächlich eine Straßenzulassung. Der geneigte Leser kann mit dem Namen Tushek nur noch nichts anfangen? Ging uns bis vor kurzem genauso.

  • Tushek TS 600
    Tushek TS 600
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Tushek: Sloweniens erstes Supercar

Selbst unter hardcore Sportwagen-Freaks ist die Marke Tushek noch ein Geheimtipp und der TS 600 ein absolutes Phänomen. Sein Namensgeber Aljosha Tushek kam mit 14 Jahren zum Rennsport und fuhr bis ins Jahr 2000 als Profi-Rennfahrer in Slowenien. Die genetische Linie des TS 600 reicht zurück auf den Entwurf eines Supercars aus der Slowakei namens K1 und gelangte in Slowenien unter der Bezeichnung TS 500 Renovatio (für: der Wiedergeborene) im Jahr 2008 wieder erstmals vor die Kameras der internationalen Motorpresse. Rennfahrer Tushek bewies ein gutes Händchen für Design und hatte als Fahrprofi sehr genaue Vorstellungen vom Fahrverhalten und Aussehen seines ultimativen Supersportlers.

Der TS 600 ist die konsequente Weiterentwicklung des Renovatio. Jetzt sollen zusammen mit Geschäftspartner und Investor Jacob Carl Spigel 33 Einheiten des, historisch gesehen, ersten slowenischen Supercars, gebaut werden. Die Manufaktur wurde mittlerweile von Slowenien nach Österreich verlagert. Die Redaktion von SUPER CARS hatte die große Ehre, diesen seltenen und außergewöhnlichen Supersportler in freier Wildbahn vor die Kamera zu bekommen. Dass es sich bei „unserem“ TS 600 noch um ein Vorserienmodell handelte, tat dem Spaß absolut keinen Abbruch und hätte dies niemand erwähnt, wär´s uns auch eigentlich nicht aufgefallen.

TS 600: märchenhafte Fahrwerte trotz Alltagstauglichkeit

Das Leistungsgewicht von 1,69 Kilogramm pro PS ermöglicht dem TS 600 Fahrdynamik auf dem Level von GT3 Rennfahrzeugen, alle anderen vergleichbaren Supercars sind deutlich schwerer. Der Tushek bringt fahrbereit gerade einmal 1.193 (!) kg auf die Waage. Auf Dämm-Material wurde dabei komplett verzichtet. Der Sound im Inneren ist markerschütternd, pur und macht sofort süchtig. Der Fahrgastraum bietet dennoch Komfort, Schalensitze, Leder, Soundsystem, Klima. Alles, was man für eine Alltagsfahrt braucht. Auch wenn man durch die extrem niedrigen Sitze (und den damit sagenhaft niedrigen Schwerpunkt) ein wenig das Gefühl hat, der Hosenboden würde gleich am Teer schleifen. Hosenträgergurte, ein Lenkrad zum Abnehmen und ein Überrollkäfig für den Zweisitzer machen aber ebenso sofort klar: Das ist ein pures Rennfahrzeug. Glücklich kann sich schätzen, wer ihn auch auf der Rennstrecke bewegen kann – irgendwann. Im normalen Straßenverkehr ist der Tushek TS 600 unmöglich an seine Grenzen zu bringen.

Der V8 Heck-Mittelmotor mit 4,8 Litern Hubraum wird von AUDI zugeliefert und entfaltet im TS 600 satte 680 PS. Das sequenzielle Getriebe schickt dann 580 Newtonmeter Drehmoment auf die Gummis, und das schon bei knapp 3.000 Umdrehungen. Kein Wunder, dass damit nach 2,9 Sekunden auf trockener Strecke die 100er Marke fällt. Zu schön ist die Beschleunigung im TS 600, während das Heck auf den ersten Metern vor Freude tänzelt, bis sich die Semi-Slicks fest in der Straße verkrallt haben. Für das unglaublich gute Handling sorgt die Gewichtsverteilung von 53% an Heck zu 47% auf der Frontachse. Kosten soll die Asphaltwaffe ungefähr 400.000 Euro, je nach Grad der Individualisierung. Ein stolzer Preis für einen Exoten – aber Lamborghini, Ferrari oder Bugatti kann ja (fast) jeder.

Der Tushek TS 600 im Fernsehen bei MOTORVISION.TV

Das erste Mal ist der TS 600 im Fahrbericht zu sehen in unserem Magazin SUPER CARS am Montag, den 25. Januar ab 22:30 Uhr. Sollte man nicht verpassen.

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