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NASCAR Truck Series – Eldora Dirt Derby

NASCAR Camping World Trucks Eldora Dirt Derby

Sky TV-Programm MOTORVISION.TV Dienstag, 21. Februar ab 20:00 Uhr

NASCAR Camping World Truck Series, Aspen Dental Dirt Derby, die Highlights vom Eldora Speedway

Auf vielfachen Wunsch zeigt MOTORVISION TV am Dienstag, den 21. Februar ab 20.00 Uhr noch einmal nur für Euch die Highlights und die besten Rennbilder des Rennens auf dem „World´s greatest Dirt Track“ in Rossburg, Ohio. Den Expertenkommetar für das Eldora Dirt Dirby liefert wenige Tage vor dem Daytona 500 Pete Fink.

Auf dem Eldora Speedway ist alles anders: Die Fahrer, die Oberfläche der Rennstrecke, die Qualifikation und das ganze Rennformat. Hier haben wir für Euch ein paar Infos zusammengestellt, die Ihr für das Aspen Dental Dirt Derby wissen müsst.

NASCAR Camping World Trucks Eldora Dirt Derby
Das Startfeld zum Aspen Dental Eldora Dirt Derby (© NASCAR)

Der Eldora Track

Im Jahr 1952 bekam der Musiker und Besitzer des Eldora Ballrooms, Earl Baltes, durch Zufall ein Dirt Race auf dem 20 Kilometer entfernten New Bremen Speedway zu sehen. Baltes war davon so begeistert, dass er kurzerhand beschloss, sich eine eigene Rennstrecke zu bauen. Das Oval wurde buchstäblich aus dem Boden eines natürlichen Amphitheaters am Fuße seines Musiketablissements gekratzt, dafür fiel dem zunächst ¼ Meilen langen Oval leider ein Maisfeld zum Opfer.

NASCAR Camping World Trucks Eldora Dirt Derby
Der Tonboden im Halbmeilen Eldora Oval (© NASCAR)

Der Eldora-Track wurde später noch zwei Mal erweitert und hat heute eine Länge von einer ½ Meile, also 804,5 Metern. Das Banking in den Kurven beträgt satte 24 Grad; die Geraden sind noch mit acht Grad angestellt. Bis ins Jahr 2004 war Earl Baltes alleiniger Besitzer des Tracks, dann kaufte NASCAR Legende Tony Stewart die „Big E“ genannte Rennstrecke. Das legendärste Dirt-Oval der Neuzeit liegt ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Örtchen New Weston und Rossburg im US-Bundesstaat Ohio, die beide zusammen noch nicht einmal 400 Einwohner haben. Die beiden Großstädte Cincinnati und Columbus sind ca. 140 Kilometer entfernt, zum Ufer des Lake Erie sind es ungefähr 200 Kilometer.

Die Oberfläche besteht aus Tonerde und die Anlage hat selbstverständlich Flutlicht. Die Tribünen fassen zusammen ca. 17.000 Menschen, auf dem Hügel oberhalb der Rennstrecke können sich ungefähr nochmal so viele Zuschauer zusammenquetschen. Als Tony Stewart den Track von Baltes kaufte, zog der sich aus dem Rennsport-Promotiongeschäft zurück, wohnt aber nach wie vor in der Nähe und besucht regelmässig die Rennen. Das mit Abstand beliebteste Format auf dem Eldora Speedway sind die Dirt Late Models und die Sprint Cars, und Eldora richtet die wichtigsten landesweiten Events im Dirt Racing aus.

Das Eldora Rennformat der NASCAR Trucks

Eldora Rennformat
Bobby Pierce #63 auf der Eldora Pole (© NASCAR)

Für das Aspen Dental Dirt Dirby gibt es nach dem Training zunächst ein Einzelzeitfahren über zwei  fliegende Runden, welches über die Startposition innerhalb der fünf Qualifikationsläufe entscheidet. Dabei starten die jeweils fünf schnellsten Trucks auf der Pole Position in ihrem Qualifikationslauf (Schnellster im Training = Pole im Qualifikationslauf 1. Zweitschnellster im Training = Pole Qualifikationslauf 2, usw.).

Pro Qualifikationslauf über 10 Runden (unter Grün) starten (je nach Anzahl der Trucks auf der Meldeliste) 5 – 8 Fahrzeuge in einer Gruppe. Die Startreihenfolge hinter dem jeweiligen Polesitter der Gruppe wird dabei über die Anzahl der Eignerpunkte bestimmt.

Eldora Track Facts
In Eldora gelten eigene Regeln für die Qualifikation (© NASCAR)

Nach den fünf „normalen“ Qualifikationsläufen erhalten die 25 schnellsten Fahrer feste Startplätze im eigentlichen Hauptrennen, also dem Dirt Dirby. Ein Last Chance Qualifying Rennen über 15 Runden (diesmal mit 12 Fahrzeugen) entscheidet über die Startplätze 26 – 29; die vier schnellsten Piloten kommen noch ins Hauptrennen.

Die Startplätze 28 – 31 werden nach Eignerpunkten aufgefüllt und der letzte Startplatz gebührt einem Truck Champion der zurückliegenden Jahre, oder wird ebenfalls einem Truck nach Eignerpunkten zugewiesen, falls alle ehemaligen Champions ihre Schäfchen schon im Trockenen haben.

Tony Stewart in Eldora
Sprint Cup Fahrer Tony Stewart inspiziert seine Rennstrecke (© NASCAR)

Das eigentliche Rennen wird über 150 Runden ausgetragen und in Abschnitte von 40, 50 und 60 Runden unterteilt. Competition Cautions sind in den Runden 40 und 90 angesetzt, diese sind aber nicht zwingend. Caution Runden zählen nicht zum Rennen und in der Pit Road kann kein Fahrzeug seine Position verbessern. Die Rennen in Eldora sind hart und dreckig. Vollkontaktsport mit 450 V8 PS unter der Haube auf einer Schlammbahn frei nach dem Motto: “Kein Blut – Kein Foul”, beschreibt es wohl am besten.

Aspen Dental Dirt Derby Renninfos

Aspen Dental Dirt Dirby Eldora Caleb Holman racing_CREDITS_NASCAR
Caleb Holman bei seiner Qualifikationsrunde im Eldora Oval (© NASCAR)

Titel-Sponsor der ganzen Sache ist in diesem Jahr eine in den USA landesweit operierende Kette von Zahnarzt-Tageskliniken Aspen Dental, in denen die Ärzte praktisch wie freie Mitarbeiter fungieren und das Risiko und die Anschaffung der Praxisgeräte, sowie der Laborbetrieb über die Klinik-Kette abgewickelt wird. Dies spart den Ärzten hohe Initialkosten für eine eigene Praxiseinrichtung und vergünstigt Dentaldienstleistungen für die Patienten.

Sponsor NASCAR Camping World Trucks Eldora Dirt Derby
Der Titelsponsor für das Camping World Truck Rennen in Eldora (© NASCAR)

Wegen dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bekam John Wes Townley #05 für das Eldora Rennen keine Startfreigabe. Schon beim Rennen zuvor in Kentucky musste Townley aussetzen. Townley hatte an 40 aufeinanderfolgenden Rennen in der Camping World Truck Series teilgenommen, bis es auf dem Gateway Motorsports Park zu einem Unfall mit anschließender Schlägerei mit Spencer Gallagher gekommen war. Für den Piloten aus Watkinsville sollte Brady Boswell für Athenian Motorsports in Eldora Dienst tun.

Kyle Larson in Eldora
Kyle Larson mit Gaststart beim Aspen Dental Dirt Derby (© NASCAR)

Sprint Cup Fahrer Kyle Larson, normalerweise in Lohn und Brot bei Chip Ganassi Racing, war für seinen zweiten Saisonstart in der Camping World Truck Series für GMS Racing beim Event in Eldora gemeldet. Larson sollte den DC Solar Chevrolet mit der Startnummer #24 durch das Halbmeilen Erdoval steuern.

Polesetter NASCAR Camping World Trucks Eldora Dirt Derby
Polesitter Bobby Pierce legt sich in Eldora mächtig ins Zeug (© NASCAR)

Auf der Eldora Pole fand sich keiner der üblichen Verdächtigen ein, sondern ein Eldora Debütant, was die Camping World Truck Series angeht. Bobby Pierce #63 sollte für MB Motorsports das Feld der 32 Trucks zur grünen Flagge führen. Für den 19-jährigen Pierce ist Dirt Racing business as usual, er fuhr in der UMP Dirt Summer Nationals Championship bisher bei 10 von 22 Rennen in die Victory Lane!

Tyler Reddick #29, Ken Schrader #71, JR Heffner #44 und Ben Rhodes #41 machten die Top 5 der Starter für das Eldora Dirt Derby komplett. Camping World Stars wie Crafton, Nemetchek oder Hemric fanden sich beim Dirt Rennen in Eldora nur auf mäßigen Startplätzen im Mittelfeld des Pulks wieder.

Matt Crafton in Eldora
Für Matt Crafton #88 reichte es in Eldora nur für Startplatz 22 (© NASCAR)

Startaufstellung für das Aspen Dental Eldora Dirt Dirby

Pos.: Fahrer: Pos.: Fahrer:
Pole: Bobby Pierce #63 2 Tyler Reddick #29
3 Ken Schrader #71 4 JR Heffner #44
5 Ben Rhodes #41 6 Caleb Holman #75
7 Kyle Larson #24 8 Jonny Sauter #21
9 Spencer Gallagher #23 10 Christopher Bell #4
11 Jake Griffin #11 12 Stewart Friesen #16
13 Justin Shipley #80 14 Brandon Brown #86
15 Daniel Hemric #19 16 Brady Boswell #05
17 Ben Kenndey #33 18 William Byron #9
19 Timothy Peters #17 20 Cameron Hayley #13
21 John H. Nemechek #8 22 Matt Crafton #88
23 Cole Custer #00 24 Tyler Young #02
25 Sheldon Creed #07 26 Cody Coughlin #51
27 Rico Abreu #98 28 Austin Wayne Self #22
29 Wayne Edwards #49 30 Jennifer Jo Cobb #1
31 Jordan Anderson #66 32 Travis Kvapil #50
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