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NASCAR Truck Series – Drivin´For Linemen 200

NASCAR Camoing World Driving for Linemen 200

Sky TV-Programm MOTORVISION.TV Samstag, 09. Juli ab 20:00 Uhr

NASCAR Camping World Truck Series, Drinin for Linemen 200 Zusammenfassung vom Gateway Motorsports Park, Illinois

MOTORVISION TV zeigt am Samstag, den 09. Juni ab 20:00 Uhr die Höhepunkte und die besten Rennbilder des neunten Saisonlaufs der NASCAR Camping World Truck Series vom Gateway Motorsports Park in einer einstündigen Zusammenfassung mit Expertenkommentar von Pete Fink.

Gateway Motorsports Park Track Facts

Während die NASCAR Sprint Cup Piloten ihr Rennen auf dem Track von Michigan absolvierten, war die NASCAR Camping World Truck Series auf dem 1,25-Meilen Oval des Gateway Motorsports Parks in Madison, Illinois zu Gast. Das Oval liegt nordöstlich von St. Louis, noch auf dem Stadtgebiet von Madison, aber in unmittelbarer Nähe zum Mississippi und in Sichweite des Gateway Arch, dem Wahrzeichen von St. Louis. Der Track wird daher im Volksmund auch gerne mal St. Louis Raceway genannt.

Gateway Motorsports Park
Stilleben mit Oval: Der Gateway Track bei St. Louis (© GMSP)

Ursprünglich bestand 1967 auf dem Gelände nur ein 1/8-Meile Drag Strip, der bis 1971 auf eine Viertelmeile erweitert wurde. 1985 wurde auf dem Grund des Gateway Motorsports Park ein 2,6 Meilen langer Straßenkurs errichtet, auf dem in den Folgejahren die Trans Am Serie und die Can-Am Serie fuhr, und eine Vielzahl von Veranstaltungen des Sports Car Club of American (SCCA) ausgetragen wurden.

1995 wurde der Track von Ex-Formel 1 Promoter Chris Pook erworben, der einen großen Umbau auf dem Gelände initiierte. Die bestehenden Strecken wurden abgebrochen und ein neues, zwei Kilometer langes Oval errichtet. Dazu kamen ein neuer Infield-Track und ein moderner Drag Strip. Die ersten Großveranstaltung auf dem Gateway International Raceway waren 1997 ein Rennen der Championship Auto Racing Teams (CART) und ein nationaler Event der National Hot Rod Association (NHRA). Im Juli 1997 fuhr dann zum ersten Mal die NASCAR auf dem Track.

Von 1997 bis 2010 war die NASCAR Nationwide Series insgesamt 15 Mal zu Gast auf dem Gateway Track, ab 1998 wurden auch Rennen der NASCAR Camping World Truck Series hier ausgetragen. Die Firma Dover Motorsports, Inc. kaufte den Track im Jahr 2010 von Pook, bekam die Rennpromotion aber nicht gebacken und ging mit dem Projekt in die Pleite.

Die Rettung für den Gateway Motorsports Park kam durch den Ex-Rennfahrer und Projektentwickler Curtis Francois. Er unterschrieb langjährige Verträge mit der NHRA und der NASCAR und machte den Track bis 2012 wieder flott. Zusätzlich wurde ein Dirt-Track und eine Kartbahn errichtet. Die NASCAR Camping World Truck Series kehrte im Jahr 2014 nach Illinois  zurück.

Gateway Motorsports Park Truck Rennen 2014 green Flag
Rückkehr der NASCAR an den Gateway Track (© NASCAR)

Der Gateway Raceway ist ziemlich einzigartig. Die Kurven haben mit 11 Grad in Turn 1 und 2, und 9 Grad in den Kurven 3 und 4, ein unterschiedlich hohes Banking. Die ersten beiden Turns sind dem New Hampshire Track nachempfunden, die anderen beiden Kurven imitieren den Phoenix International Raceway. Das ganze Oval wurde mit dem Vorbild des Darlington Raceways gebaut. Am 2-Kilometer Oval des Gateway Motorsports Park finden ca. 78.000 Zuschauer Platz und der wunderbare Track hat sogar eine Flutlichtanlage.

Mitreden können: Das steckt hinter dem Namen Drivin´For Linemen 200

Die Linemen of America sind die Arbeiter örtlicher (privater und staatlicher) und überregionaler Elektrizitätsversorger, welche mittels Hebebühnen aber vor allem Kletterausrüstung an den Hochspannungs- bzw. Überlandleitungen des amerikanischen Stromversorgungsnetzes arbeiten. In den USA ist es sehr üblich, die Stromversorgung von der Überlandleitung zum Neubau zu ziehen, und dann das Kabel für den Hausanschluss an der Hauswand “festzutacken”.

Drivin for Lienmen 200 Camping World Truck Rennen
Linemen bei der Arbeit am Stromnetz (© Bidgee)

Gerade in ländlichen Gebieten des Mittelwestens ist diese Infrastruktur teilweise sehr marode, oder fällt bei Stürmen in den Gebieten der Tornado-Alley aus. Es gibt kaum Erdkabel und aus der Tradition heraus werden viele Städte immer noch mittels Überlandleitungen versorgt. Die Linemen (wörtlich: von Line = Stromleitung) sind dann als First-Responder im Einsatz (um die Stromversorgung schnell wieder herzustellen) und arbeiten hier unter extrem gefährlichen Bedingungen. Der Job als Lineman ist einer der fünf gefährlichsten Berufsfelder, die man sich in den USA aussuchen kann.

Von den ca. 200.000 Linemen im Einsatz verunglücken jedes Jahr 40 – 50 tödlich oder werden schwer verletzt. Die gemeinnützige Organisation Fallenlinemen.org kümmert sich um die Hinterbliebenen und Familien solcher Opfer oder sorgt für Pflegeversorgung, falls Linemen bei Arbeitsunfällen schwer verletzt werden und dauerhafte Pflege benötigen.

Salut der Linemen am gateway Track
Flaggensalut der Linemen am Gateway Track (© Fallen Linemen Orginisation)

Die Organisation möchte außerdem an alle je Linemen erinnern, die im Dienst für das amerikanische Gemeinwohl gefallen sind, und leistet bei Vorführungen auch Aufklärung über die Gefahren beim Umgang mit Starkstrom.

Ben Rhodes auf der Gateway Pole

Nachdem die Zeit-Qualifikation in Madison wegen Regens ausfallen musste, stand Ben Rhodes #41 kampflos aus der Linemen 200 Pole in Gateway. Das Startfeld wurde nach NASCAR Regelbuch aus den kombinierten Qualifikationszeiten zusammengestellt. Rhodes hatte sich seine “Pole” dennoch redlich verdient, denn er war schon im ersten Training mit der schnellsten Zeit auf dem 1,25-Meilen Oval mit 135, 7 Meilen pro Stunde im Alpha Energy Solutions Toyota unterwegs gewesen.

Ben Rhodes auf der Gateway Pole
Rhodes auf der Gateway Pole beim Drivin For Linemen 200 (© NASCAR)

Die nächsten Verfolger auf dem St. Louis Oval waren #21-Johnny Sauter #21, William Byron #9, John Hunter Nemechek #8, der Mexikaner German Quiroga #11 und Ryan Truex #81, der in Gateway wieder in seinem angestammten Cockpit saß. Insgesamt standen 34 Trucks auf der Meldeliste.

Startaufstellung für das Drivin for Linemen 200

Pos.: Fahrer: Pos.: Fahrer:
Pole: Ben Rhodes #41 2 Jonny Sauter #21
3 William Byron #9 4 John Hunter Nemechek #8
5 Germain Quiroga #11 6 Ryan Truex #81
7 Tyler Reddick #29 8 Cole Custer #00
9 Christopher Bell #4 10 Cameron Hayley #13
11 Spencer Gallagher #23 12 Ben Kennedy #33
13 Daniel Hemric #19 14 Matt Crafton #88
15 Justin Haley #32 16 Kaz Grala #24
17 Eric Jones #51 18 John Wes Townley #05
19 Tyler Young #02 20 Shane Lee #07
21 Timothy Peters #17 22 Jake Griffin #63
23 Rico Abreu #98 24 Jordan Anderson #66
25 Travis Kvapil #50 26 Austin Wayne Self #22
27 Tommy Joe Martins #44 28 Spencer Boyd #49
29 Jennifer Jo Cobb #1 30 Enrique Contreras #71
31 Brandon Brown #86 32 Caleb Roark #10
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