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NASCAR live – Brickyard 400 Indianapolis

MOTORVISION.TV NASCAR live im TV

NASCAR live im deutschen Fernsehen:

NASCAR Sprint Cup Combat Wounded Coaltion 400 at the Brickyard vom Indianapolis Motor Speedway. Liverennen Nummer 21 der Saison am Sonntag, den 24. Juli live ab 20:30 Uhr auf MOTORVISION TV

MOTORVISION TV überträgt das 20. Punktrennen der NASCAR Sprint Cup Saison 2016 vom Indianapolis Motor Speedway am Sonntag, den 24. Juli live und exklusiv auf Sky. Wir zeigen das Rennen aus Indiana wie immer in Zweikanalton. Dabei steht als Option auch der US-Originalton zur Verfügung. Im NASCAR Live Studio sind diesmal für Euch am Mikro Pete Fink und Stefan Heinrich.  

NASCAR Combat Wounded Coalition Brickyard 400 Live auf MOTORVISION TV
Der NASCAR Sprint Cup live aus Indianapolis (© NASCAR)

NASCAR Sprint Cup Combat Wounded Coaltion 400 Sendezeit und Wetter

MOTORVISION TV schaltet ab 20:30 Uhr am Sonntagabend live an den Indianapolis Motor Speedway in Indiana für das 21. Liverennen der NASCAR Sprint Cup Saison 2016. Wir erwarten nach einer Pre-Race Show von ca. 30 Minuten gegen 21:00 Uhr die US-Hymne und das berühmteste Kommando im Motorsport “Drivers! Start your engines!”. Gegen 21:19 Uhr fällt dann auf dem legendären Brickyard die Green Flag.

Die Wettervorhersage für das Combat Wounded Coaltion 400 Rennen über 160 Runden entsprechend 400 Meilen oder 643 Kilometer ist (Stand 21.07.) aktuell für das ganze Rennwochenende ziemlich durchwachsen. Hohe Temperaturen im Tageshoch von über 35 Gradwechseln sich am Freitag und Samstag ab mit Wärmegewittern. In der Nacht von Freitag auf Samstag wird es am Ziegelhof mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit regnen. Im Verlauf des Samstags und des Sonntags ist es unbeständig bei Gewitterwahrscheinlichkeit um 53%. Eine Besserung ist ab 17:00 Uhr Ortszeit in Sicht (ab ca. 23:00 Uhr Deutscher Zeit).

Was macht Crown Royal und wer ist die Combat Wounded Coalition?

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Crown Royal als Titelsponsor für das NASCAR Rennen aus Indianapolis (© NASCAR)

Crown Royal dürfte die bekannteste kanadische Whiskey-Marke in den USA sein, die auch hier in Europa relativ gut verkauft wird. Die bauchigen Flaschen des Crown Royal Fine de Luxe werden seit jeher in den berühmt gewordenen lilanen Samtbeutelchen verpackt, bevor sie in den Versandkarton wandern. Die Kissen, welche die NASCAR Fahrer beim Küssen der „Bricks“ an der Start/Ziellinie des Indianapolis Motor Speedway unter die wertvollen Knie gelegt bekommen, haben darum aus Marketinggründen die gleiche Farbe.

Matt Kenseth Brickyard 400 Crown Royal
Matt Kensth #17 im Jahr 2010 auf dem Ziegehof in Crown Royal Farben (© NASCAR)

Zu Ehren der königlichen Krone (daher auch der Name des Whiskeys) beim Besuch des englischen König Georg VI. und seiner Frau Elisabeth in Kanada wurde dieser Whiskey erstmals 1936 kreiert. Der edle Tropfen mit einem Alkoholgehalt von 40 Vol. % wird aus ca. 50 verschiedenen Sorten aufwendig gemischt, ist also ein Whiskey Blend. Produziert wird Crown Royal in Manitoba, Kanada am Seeufer des Lake Winnipeg im kleinen Örtchen Gimli im Destillerie-Komplex der Firma Diageo. Die Grundsubstanz der Mischung (welche dann in Ontario abgefüllt wird), lagert in Form von ca. 2 Millionen Fässern auf dem Werksgelände in Gimli.

Matt Kenseth Brickyard 400 Crown Royal
Der Crown Royal Fusion beim Boxenstopp in Indianapolis (© NASCAR)

Der Diageo-Konzern hält neben Crown Royal noch diverse andere berühmte Getränkemarken, wie Baileys, Guinnes, Captain Morgan und Smirnoff. Das NASCAR Sponsoring von Crown Royal geht bis ins Jahr 2006 zurück, in der Saison 2010 und 2011 sponserte der Whiskeyhersteller den #17 Ford von Matt Kenseth. Seit 2011 ist Crown Royal der Titelsponsor für das Rennen und richtet jährlich den Wettbewerb „Rename the Brickyard“ bzw. „Your Heroes´s Name Here“ aus.

Combat Wounded Coaltion 400 at the Brickyard

 Crown Royal NASCAR Rickyard 400 Your Heroes Name Here
Das Heros Project für die Wahl zum Brickyard 400 Namensgeber (© Screenshot)

Mittlerweile hat es Tradition, dass Helden des alltäglichen Lebens (First Responder; Rettungskräfte) und Helden in Militäruniform hier die Chance erhalten, das Brickyard 400 Rennen auf ihren Namen getauft zu bekommen – und damit dann logischerweise für einen guten Zweck im Rampenlicht zu stehen.

Nach einer Vorauswahl wird normalerweise aus fünf Kandidaten online gevotet. Der ehemalige Marine Jeff Kyle (Bruder von Chris Kyle, der Inspiration zum Film American Sniper) gewann 2015 den Wettbewerb. Das Rennen hieß demnach „Jeff Kyle 400 at the Brickyard“. Man stelle sich vor, es gäbe in Europa das „Manfred Werner 51-Runden Rennen“ in Oschersleben, präsentiert von der DTM.

Jason Redman
NAVY SEAL Jason Redman vor dem Indianapolis Rennen (© Combat Wounded Coaltion)

Der diesjährige Gewinner ist Jason Redman, ein ehemaliger US NAVY SEAL und Gründer der Combat Wounded Coaltion. Die gemeinnützige Organisation unterstützt im Kampf verwundete, meist auch verkrüppelte Mitglieder der US-Amerikanischen Streitkräfte bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft und hilft mit Programmen, Kriegstraumata zu überwinden und ehemaligen Soldaten durch neue Aufgaben und Jobs einen neuen Sinn und Zweck im Leben zu schenken, den sie durch den Verlust der Diensttauglichkeit bei ihren Verwundungen verloren haben.

Redman wurde 2007 in einem Hinterhalt in Afghanistan durch MG-Salven schwer verwundet und musste bis zu seiner vollständigen Genesung 37 Operationen über sich ergehen lassen. Erstmals steht bei einem Rennen in Indianapolis damit auch nicht eine Einzelperson, sondern die von ihm gegründete Hilfsorganisation für das Brickyard 400 NASACR Rennen Pate.

Jason Redman am Indianapolis Motor Speedway_CREDITS_Wes Drumheller for Crown Royal
Redman auf "seinem" Logo am Indianapolis Speedway (© W. Drumheller, Crown Royal)

Indianapolis Motor Speedway Track Facts

Warum heißt die Strecke in Indianapolis nun Brickyard, also Ziegelhof?

Als die Strecke 1909 in Indiana gebaut wurde, gab es noch keine vernünftigen Asphaltdecken. Die Art und Weise Straßen zu Teeren, wie sie heute überall üblich ist, war technologisch noch nicht ausgereift. Das quaderförmige Oval war von seinem Erbauer Carl Graham Fisher ursprünglich als 5-Meilen Test-Oval für die Autoindustrie geplant gewesen, musste aber dann verkleinert werden, um ausreichend Platz für die Tribünen zu bekommen. Der Belag bestand aus mehreren verdichteten Lagen Schotter und Kalkstein, die mit einer Öl-Teer-Mischung mehr oder weniger zusammengehalten wurden. Darauf war eine Lage feiner Schotter aufgebracht.

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Das Indy 500 im Jaht 1935 auf Ziegeloberfläche (© Indianapolis Motor Speedway)

Bereits nach den ersten drei Renntagen waren auf dem Track von Indianapolis fünf Tote (1 Fahrer, zwei Mechaniker und zwei Zuschauer) zu beklagen, darüber hinaus wurden mehrere Fahrer durch herumfliegende lose Steine und Splitter von vorausfahrenden Fahrzeugen schwer verletzt. Graham Fischer ließ daraufhin Fahrtests auf diversen Untergründen vornehmen und schnell fand man heraus, dass eben Ziegelsteine (Culver Blocks) relativ gut als Fahrbahndecke geeignet waren.

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Start/Ziellinie in Indianapolis heute (© NASCAR)

Am 10.12.1909, nach nur 63 Arbeitstagen, waren 3,2 Mio. Ziegel auf der Rennstrecke verbaut worden und schon vor der Neueröffnung gaben die Einheimischen der neuen Rennstrecke den Spitznamen „Brickyard“, weil die Strecke wie ein gigantischer Ziegelhof aussah. Die Ziegel taten bis ins Jahr 1935 gute Dienste.  Dann entschlossen sich die Streckenbetreiber nach mehreren heftigen Unfällen dazu, die Ziegel teilweise mit Tarmac (einer Vorform des heutigen Asphalts) zu bedecken, um den Grip in den Kurven zu verbessern.

jimmie johnson auf dem Brickyard
Jimmie Johnson küsst die Bricks 2012 nach dem Brickyard 400 (© NASCAR)

Erst 1961 wurde die ganze Strecke komplett neu mit Asphalt hergerichtet und nur der drei Fuß breite Streifen der Ziegelsteine, der als heutige Start/Ziel-Line fungiert und an die historischen Zeiten des Ziegelhofs erinnert, blieb erhalten. Mit den ca. 235.000 Tribünenplätzen und nochmal ca. 150.000 Plätzen im Infield bietet die Strecke mit 385.00 Besucherplätzen die größte Publikumskapazität an einer Ovalstrecke überhaupt weltweit.

Kissing the Bricks

Traditionell knien die Rennsieger auf dem noch verbliebenen Streifen Ziegel bei einem Rennsieg an der Start/Ziellinie, und küssen wie der Papst den heiligen Boden auf der Rennstrecke. Warum das gemacht wird? Aberglaube; Ausserdem ist es ein schönes Motiv für die Fotografen – vor allem, wenn man es wie Kyle Busch im Vorjahr zwei Mal machen kann (denn er gewann das Cup-Rennen und auch den Xfinity Lauf auf dem Brickyard). Eingeführt hat es NASCAR Fahrer Dale Jarrett 1996, der sich die Aktion ursprünglich als spassige kleine “Gegenbewegung” zur Indy 500 Milchflasche bei den Open Wheelern ausdachte, und seinen Crew Chief dann mit auf die Strecke zerrte.

Kyle Busch auf dem Brickyard beim Xfinity Sieg_CREDITS_NASCAR
Kyle Busch siegt beim Nationwide-Lauf 2015 auf dem Brickyard (© NASCAR)

Das Quad-Oval in Indianapolis hat eine Länge von 2,5 Meilen, wird aber offiziell nicht als Superspeedway geführt; die Motoren werden dennoch nicht gedrosselt gefahren. Die Kurven haben für die langen Geraden ein extrem flaches Banking von wenig mehr als neun Grad. Die NASCAR Königsklasse fährt seit dem Jahre 1994 auf dem Indianapolis Motor Speedway, Jeff Gordon gewann das erste Rennen auf dem Ziegelhof. Pensionär Gordon gewann das Brickyard 400 insgesamt fünf Mal, Jimmie Johnson #48 führt mit vier Siegen die Tabelle der noch aktiven NASCAR Fahrer an.

Combat Wounded Coalition 400 Renninfos

Die wichtigste News zum Brickyard 400 ist natürlich, dass Jeff Gordon seinen ehemaligen Teamkollegen Dale Earnhardt Jr. in der #88 vertreten wird. Junior hat von den Ärzten wegen einer Gehirnerschütterung nach wie vor keine Rennfreigabe erhalten, und wird auch beim nächsten Rennen in Pocono im Team von Rick Hendrick Motorsports fehlen.

Jeff Gordon vertritt Dale Earnhardt Junior in Indianapolis_CREDITS_NASCAR
Rick Hendrick und Jeff Gordon (v.l.) auf dem Brickyard 2014 (© NASCAR)

Gordon, der in Indiana auf gewachsen ist, war bei seinem letzten Rennen als aktiver Pilot auf dem Indianapolis Motor Speedway in Runde 50 nach einem Unfall in die Mauer gefahren und wurde nur als 42. gewertet. Wenn man dem ganzen Ausfall von Earnhardt etwas Positives abgewinnen will, dann hat Gordon nun wenigstens die Möglichkeit, diese Scharte wieder auszuwetzen. Die Hendrick Truppe könnte beim NASCAR Liverennen am Sonntag auf die 1000. Top 5 Platzierung in der 32-jährigen Geschichte des Rennstalls kommen.

Tony Stewart #14 kann auf zwei Rennsiege auf dem Ziegelhof zurückblicken, 2005 und 2007. Nach seinem letzten Rennsieg beim Brickyard 400 im Jahre 2014 von Jeff Gordon, fuhr 2015 Kyle Busch #18 in die Victory Lane. Carl Edwards #19 stand erstmals für seinen neuen Arbeitgeber Joe Gibbs Racing auf der Pole Position in Indianapolis, während Joey Logano #22, der Zweitplatzierte aus dem Jahr 2015, auch im Training schnell war und 2015 von Startplatz zwei aus ins Rennen ging.

Combat Wounded Coalition 400 at the Brickyard Startaufstellung

Combat Wounded Coalition 400 Kyle Busch pole
Kyle Busch auf der Brickyard Pole in Indianapolis (© NASCAR)

Der amtierende NASCAR Champ Kyle Busch #18 steht auf der Indianapolis Pole. Busch blieb in der Rundenzeit deutlich unter 49 Sekunden für die 2,5 Meilen Runde und war mit einer Spitzengeschwindigkeit von durchschnittlich 184 Meilen unterwegs. Carl Edwards #19 verbesserte seine Zeit aus der zweiten Practice nochmals, und wird zusammen mit Busch aus der ersten Startreihe ins Combat Wounded Coalition 400 Rennen gehen. Tony Stewart #14 schaffte es auf Startplatz Nummer drei, Denny Hamlin #11 und Brad Keselowski #2 machen die Top 5 in Indianapolis komplett. Jeff Gordon #88 in Vertretung für Dale Earnhardt Junior startet auf Position 21.

Schon in der zweiten Practice legte Kyle Busch #18 auf dem Brickyard die schnellste Rundenzeit vor, gefolgt von Kevin Harvick #4, Kyle Larson #42, Ryan Newman #31 und Carl Edwards #19. Danica Patrick #10 war ebenfalls sehr gut unterwegs und fuhr die neutschnellste Zeit im Natures Bakery Chevy.

Startreihe: Pos.: Fahrer: Pos.: Fahrer:
1 Pole  Kyle Busch #18 2  Carl Edwards #19
2 3  Tony Stewart #14 4  Denny Hamlin #11
3 5  Brad Keswlowski #2 6  Ryan Newman #31
4 7  Kevin Harvick #4 8  Martin Truex Jr. #78
5 9  Jamie McMurray #1 10  Kyle Larson #42
6 11  Kurt Busch #41 12  Austin Dillon #3
7 13  Jimmie Johnson #48 14  Joey Logano #22
8 15  Chase Elliott #24 16  Ricky Stenhouse Jr. #17
9 17  Ryan Blaney #21 18  Matt Kenseth #20
10 19  Greg Biffle #16 20  Trevor Bayne #6
11 21  Jeff Gordon #88 22  Chris Buescher #34
12 23  Paul Menard #27 24  Danica Patrick #10
13 25  AJ Allmendinger #47 26  Kasey Kahne #5
14 27  Michael McDowell #95 28  David Ragan #23
15 29  Aric Almirola #43 30  Matt DiBenedetto #83
16 31  Clint Bowyer #15 32  Brian Scott #44
17 33  Landon Cassill #38 34  Casey Mears #13
18 35  Cole Whitt #98 36  Ryan Ellis #93
19 37  Regan Smith #7 38  Michael Annett #46
20 39  Reed Sorenson #55 40  Patrick Carpenter #32

MOTORVISION TV überträgt alle 36 Punktrennen der NASCAR Sprint Cup Serie 2016 und das SPRINT All-Star Race vom Charlotte Motor Speedway live und exklusiv auf Sky und TELECLUB. Den Rennkalender mit allen weiteren Sendezeiten der NASCAR gibt >>> hier.

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