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Car History – Auto Union

Car History - Auto Union

Sky TV-Programm MOTORVISION TV | Dienstag, 8. Februar ab 22:40 Uhr

CAR HISTORY: Auto Union – Das Geheimnis der vier Ringe

Wer nach einem Automobilkonzern mit vier Ringen gefragt wird, dürfte in den meisten Fällen Audi als Antwort bekommen. Dabei wurde das bekannte Markenzeichen einst gar nicht für Audi selbst kreiert, sondern für die Auto Union AG – dem Zusammenschluss der Marken Horch, Audi, DKW und Wanderer. Jeder Ring symbolisierte dabei einen der vier Hersteller. Dank der Kraft seiner vier Marken schaffte es die Auto Union AG zudem, direkt bei der Gründung zum zweitgrößten Automobilkonzern Deutschlands zu avancieren. Lediglich Opel lag noch vor den vier Ringen.

Vor den vier Ringen: Gründung von Horch und Audi

Offiziell gegründet wurde die Auto Union AG als erster deutscher staatlicher Automobilkonzern im Jahr 1932 und damit in jenem Jahr, in dem auch der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer die erste offizielle deutsche Autobahn eröffnete.  Nimmt man die Geburtsstunden der einzelnen Marken her, liegen die Anfänge der Auto Union AG sogar im Jahr 1904. Nachdem der Ingenieur August Horch einige Zeit lang Autos in einem alten Pferdestall entwickelte, gründete er 1904 die Horch Motorenwerke in Zwickau. Schon 1909 verließ Horch nach Zerwürfnissen mit dem Finanzvorstand sein Unternehmen wieder und gründete stattdessen die August Horch Automobilwerke, die wegen Namensstreitigkeiten rasch in Audi Automobilwerke umbenannt werden.

Horch Logo

Horch hatte als erste Marke der späteren Auto Union Fahrzeuge produziert

Wanderer: Von der Schreibmaschinen- zur Autoproduktion

Bei Wanderer gehen die Wurzeln sogar bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Anfänglich beschränkte sich das Unternehmen jedoch auf die Herstellung von Schreibmaschinen und Fahrrädern. Erst 1913 startete in Sigmar bei Chemnitz die Produktion von Fahrzeugen. Erstes Wanderer-Modell war dabei der Kleinwagen „Puppchen“, aber auch der erste deutsche Kombinationskraftwagen, eine in Lieferwagen oder auch Ambulanzwagen verwandelbare Limousine, wurde bei Wanderer gefertigt.

DKW: Fahrzeugproduktion mit innovativen Antrieben

DKW begann indes 1916 mit der Entwicklung eins Dampf-Kraft-Wagens, stellte das Projekt nach dem ersten Weltkrieg jedoch wieder ein. Ab 1921 baute DKW-Gründer Jorgen Skafte Rasmussen zunächst Fahrräder mit Zweitakt-Hilfsmotoren, ein Jahr später schließlich auch echte Motorräder. Nachdem DKW 1928 zur größten Motorradfirma der Welt aufstieg, stieg der Hersteller auch in die Produktion von Autos ein und übernahm dazu die Audiwerke. Erstes DKW-Modell war der Typ P15, beliebtestes Modell dagegen der DKW Front, eines der ersten Serienfahrzeuge mit Frontantrieb.

Auto Union

Audi war Teil der Auto Union und damit nur ein Teil der vier Ringe

Aus vier mach eins: Die Entstehung der Auto Union

Doch selbst der DKW Front konnte das Unternehmen nicht vor den Folgen der Weltwirtschaftskrise in den 30ern bewahren. Auch die Unternehmen der Horchwerke waren von der Insolvenz bedroht. Um die Krise gemeinsam zu meistern, schlossen sich daher die vier Hersteller Audi, Horch, DKW und Wanderer zur Auto Union zusammen, wobei jeder Marke eine klare Marktposition zugeteilt wurde. Um das Potential der zusammengeschlossenen Marken zu demonstrieren, rief die Auto Union zudem eine eigene Rennabteilung ins Leben, die mit dem Stromlinien-Silberfeil sogar einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord aufstellte.

Welche weiteren Meilensteine die Auto Union mit ihren vier Marken aufstellte und welche Umstände zur Umbenennung der Auto Union AG in Audi AG führten, beleuchten wir bei CAR HISTORY am Dienstag, den 8. März 2016, ab 22:30 Uhr auf MOTORVISION TV.

Bildcredits: MOTORVISION TV
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